Archiv für Januar 2009
Wellness für zu Hause: Die Farbtherapie
Der stressige Alltag schlaucht uns alle, da ist es kein Wunder, dass immer mehr Menschen sich dazu entschließen, sich im eigenen Heim eine ganz persönliche Wellnessoase einzurichten. Sauna, Infrarotkabine, Dampfbad, Whirlpool, Wasserbett und Co. dürfen da natürlich nicht fehlen. Doch wenn der Platz für all diese kleinen Luxusgüter fehlt, ist guter Rat teuer. Falsch gedacht, denn auch mit wenig Platz und geringem Budget lässt sich Wellness zu Hause erleben: Und zwar mit der Farbtherapie.
Dass Farben eine bestimmte Wirkung auf uns ausüben, ist mittlerweile wohl Jedermann bekannt. Schon seit Jahrtausenden werden Farben zur Heilung, zur Beruhigung und Entspannung eingesetzt. Erst Johann Wolfgang von Goethe als einer der erfolgreichsten deutschen Dichter befasste sich allerdings intensiver mit der Farbtherapie. Die wichtigsten Erkenntnisse dagegen lieferte Edwin D. Babbit. Der US-Amerikaner gilt heute als Begründer der Farbtherapie und brachte 1878 das Buch „Die Prinzipien von Licht und Farbe“ heraus, welches nach wie vor als Grundlage für die heutige Farbtherapie gilt.
Zubehör für die Farbtherapie
Die Farbtherapie wurde lange Zeit eher in den Bereich der Esoterik eingeordnet, was wohl nicht zuletzt daran liegt, dass ihre Wirkungen nicht eindeutig wissenschaftlich bewiesen werden konnten. Dennoch kann jeder selbst bestätigen, dass sich Farben positiv auf Körper und Seele auswirken können.
Um die Farbtherapie zu Hause anwenden zu können, bedarf es lediglich einer Lampe, die mit verschiedenen farbigen Komponenten, wie Farbfiltern, Folien oder bunten Tüchern, die darüber gehängt werden, ausgestattet ist. Bei den Tüchern ist jedoch darauf zu achten, dass diese nicht unmittelbar auf der Glühbirne aufliegen, da dies schnell dazu führen kann, dass es zu einem Brand kommt.
Wer sich nun von der Lampe mit den farbigen Tüchern oder Folien bestrahlen lässt, kann wunderbar entspannen. Verstärkt werden kann die Wirkung, wenn zusätzlich leise Musik gespielt oder Räucherstäbchen angezündet werden. Mittlerweile geht man sogar davon aus, dass jeder Farbe eine bestimmte Schwingung zuzuordnen ist, die vom Körper aufgenommen wird. Außerdem ergaben russische Forschungen, dass im Körper verschiedene Leitbahnen für das Licht vorhanden sind, die den Meridianen, die aus der traditionellen chinesischen Medizin bekannt sind, ähneln. Deshalb wäre es möglich, durch die gezielte Bestrahlung der Akupunkturpunkte das zugehörige Farblicht in den Körper weiter zu leiten und die Entspannung so noch weiter zu fördern.
Die Bedeutung der Farben in der Farbtherapie
Ebenfalls sollte sich jeder, der sich näher mit der Farbtherapie befassen möchte, über die einzelnen Farben und deren Wirkungen auf den Körper informieren. So steht ein kräftiges und tiefes Rot für die Auflösung von Trägheit und Antriebslosigkeit. Ihm wird nachgesagt, dass es den eigenen Willen stärkt. Ein sehr kräftiges und dunkles Rosa hingegen soll dabei helfen, die eigenen Ziele klarer ins Auge zu fassen. Überdies kann damit das Gefühl einer inneren Leere bekämpft werden.
Ein helles Rosa soll bei innerer Anspannung beruhigend wirken, ein kräftiges Orangerot dagegen kann morgens das Aufstehen erleichtern. Mit einem einfachen Orange können Ängste bekämpft werden und auch Trauer. Ein dunkles Gelb soll die eigene Zufriedenheit stärken, ein Gelbgrün soll die Lust auf das Arbeiten fördern. Mit einem reinen Grün sollen Stimmungsschwankungen bekämpft werden können, mit einem Helltürkis dagegen kann wiederum die Trauer oder eine Depression bekämpft werden. Ein kräftigeres Türkis steht für die Entspannung, so dass das Grübeln aufhört. Ein tiefes Blau soll Muskelverspannungen lösen, aber auch Ungeduld und Hektik bekämpfen. Ein sehr starkes Violett dagegen kann innere Verspannungen lösen, aber auch Verzweiflung soll damit bekämpft werden können.